30.05.2016 Wer nicht schwimmen kann

kann auch den Camino nicht  gehen.Der Mai verabschiedet sich mit Regen,Regen,Regen.In der Nacht hatte es gewittert und ich bin trotzdem um 6 Uhr als erster auf den Straßen gewesen.Gleich hinter der ersten Bergkuppe lag ein Rucksack am Wegesrand. Zuerst dachte ich, jemand hätte die Nase voll gehabt,doch dann sah ich Blumen, Kerzen und eine Gedenktafel.Mir kamen die Tränen .Marcel 58 Jahre alt, verstarb 2015 an diesem Platz. Ich betete ein Vaterunser und ging tief betrübt weiter.Der Weg war rutschig  vom Regen und so mußte ich sehr aufpassen, nicht in die nasse Brühe zu plumpsen.Über Kuhwiesen ging es in sanften Wellen immer höher.Die Gegend ist im Winter bei Schlittenhunderennen sehr gefragt.Früher waren räuberische Banden in dieser unwirklichen Gegend unterwegs,um Pilger auszurauben;deshalb wurde ein Kloster und ein Hospitz von Mönchsrittern errichtet die bei schlechtem Wetter weit hörbare Glocken läuteten.So konnten die Menschen den Weg durch das „Brottor“ finden, wo jeder Pilger mit Nahrung versorgt wurde.Im Nebel bin auch ich durch das Hochgebiet gegangen und vermeinte, Glocken zu hören.Gegen Mittag war ich schon am Ende meiner Tagesetappe und so beschloss ich trotz Regenwetters 5 Km weiter nach LÉstrade zu gehen.Den Weg machte ich aber auf der Landstrasse, was auch gleichzeitig eine Abkürzung für meine müden Füße war.Vor einem Hotel traf ich Manuel,der Koffer und große Rucksäcke in seinen kleinen Tansporter packte. Viele Leute lassen sich das Gepäck ins nächste Hotel bringen und gehen mit kleinem Tagesrucksack pilgern(manchmal beneide ich sie)Ich fragte Manuel,wo er hin fährt und er nahm mich ein Stück mit nach Espalion, nur um mich dann zu fragen, ob ich nicht weiter nach Conques,seiner Endstation mitfahren möchte.Ich sagte zu und so konnte ich die Fahrt im Trockenen genießen.Wir fuhren in Serpentinen hoch und oben fragte Manuel mich ob ich Conques gesehen hätte.Natürlich war ich nicht darauf vorbereitet und in der nächsten Biegung zeigte er mir,was er meinte.War ich noch im heutigen Zeitalter?In einem Seitental des Flußes Lot ,wie in den Berg gemauert,befindet sich die Abtei Conques.(Muschel)

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In dieser mittelalterlichen Stadt habe ich ein Zimmer in der Herberge St.Jaques gefunden.In der Kirche am Altar vom hl.Jakobus habe ich eine Kerze angezündet .Es war gerade Andacht und so blieb ich in der hinteren Bank sitzen.Ruhe überkam mich und alle Unwegsamkeiten waren vergessen.Wegen der vielen Regenschauer war nur eine kleine Rundtour zur Besichtigung mit den
wichtigsten Orten möglich.Leider bekam ich das Zimmer nur für 1 Nacht und so zog ich am anderen Morgen gestärkt weiter.Heute sollten es 24 Km sein.Wie soll ich denn frohen Mutes diese Strecke laufen, wenn es wieder nur so aus Eimern schüttet? Vor mir ging eine Gruppe junger Schweizer und als der erste sich an einer sehr steilen Stelle ins Tal auf den Hintern setzte, nahm ich mir vor, bei diesem Wetter nicht den schönen Weg rauf und runter durch Wald und Wiese zu pilgern.Ich machte mein Navi an und ging die Landstrasse entlang.Ab und zu kreuzten sich die Wege und so hatte ich immer mal wieder Kontakte.An einem Schönen Rastplatz, wo die Nachbarn einen kleinen Garten mit Unterschlupf gebaut haben trafen wir Pilger uns zur Rast.Gerade rechtzeitig vor dem Wolkenbruch stellte uns der Nachbar noch eine Kanne Kaffee bereit.Da es nicht aufhören wollte zu regnen, wagte ich den Weg durch das ströhmende Nass.Nach 2 Stunden war ich endlich am Ziel in Livinhac la Haut, durchgeweicht und erschöpft.Ab Morgen wird wird der Weg sanfter verlaufen.
In großer Hoffnung auf „norddeutsches
Flachland“ eure müde Pilgerin.

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28.05.2016 Ein neuer Abschnitt

Diese Route verlangt mir eine Menge ab. Ich wandere ab jetzt durch das Zentralmassiv ,über Conques nach St.Jean Pied de Port.
Gleich hinter Le Puy steigen die Wege massiv an. Nach ca. 3 Stunden bin ich fix und alle.Dabei besteht mir der Höchste Berg „Col de lˋHospital(1304m)noch bevor.
Die Landschaft ist total anders .Hier herrscht Vulkangestein vor und es ist eher eine mittelalterliche Landwirtschaft.
Ich wandere durch die Margeride( ein Mittelgebirge mit rauem Charakter, die mit Weide -und Heidelandschaft abwechselnd für interessante Blicke sorgt.Hier ist der Wind rau und viel kühler als im Valay.
Ab Le Puy pilgern viele Franzosen und auch andere Nationen fangen hier in dem historischem Städtchen ihre Wanderung an.Das merkt man vor Allen in den Herbergen. Die Wirtsleute sind freundlich aber reserviert. Hier herrscht der Kommerz vor.Einige Pilger schließen sich zusammen und auch ich gehe mit einer kleinen Gruppe internationaler Pilger;doch bald merke ich, dass ist nicht das,was ich möchte.In einer Fromagerie wird uns gezeigt,wie Käse hergestellt wird.Ich kaufe mir einen kleinen Pilgerkäse.
So gehe ich am anderen Tag schon um 6 Uhr los. Es ist heiß und ich bin froh, dass ich schon in der Mittagshitze den größten Weg hinter mir habe .Ich bin in St.-Alban -sur -Limagnole angekommen.
Nach 2 Tagen ändert sich die Umgebung.
Ich bin in der Aubrac.
Fast menschenleer ist diese Landschaft.Hier ist die ländliche Umgebung wirklich noch perfekt.Grüne Wiesen, glückliche Kühe,kleine Seen,und viele Steine.Alles blüht.Der Ginster herrscht hier in jeder Ecke. Es duftet wunderbar.Wir Pilger machen einem Hochalmenauftrieb mit vielen Kühen und Glocken Platz,die  von ihren Hirten angetrieben wurden.Ein bischen erinnert mich  diese Landschaft an Irland, wenn die Schafe blöken und die Felder mit aufgeschichteten Steinen eingegrenzt sind. Hier wandert man auf einer Ebene; aber es sind immer noch 900 Höhenmeter.In dem Ort Nasbinals herrscht durchweg Pilgerstimmung. Ich glaube: das Gemütliche ist weg.Waren bis Le Puy nur wenige Pilger unterwegs und ich war tagelang allein,sind hier ganze Gruppen von bis zu 30 Pilger auf dem Weg.Es ist laut und der eine oder andere läßt schon mal sein Papier oder Plastiktüte einfach fallen.Ich hoffe,ich werde trotzdem noch einige nette Begegnungen haben und euch davon berichten.
Morgen geht mein Weg um 6 Uhr in der Früh los.Ich liebe die Zeit, wenn die Vögel zwitschern und die Sonne so langsam hinter den Wolken hervor kommt.
Es grüßt mit einem bonne randonnee
Lucia
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25.05.2016 Le Puy-en-Valay

In Le Puy habe ich mich für 2 Tage im Hotel Saint Jacques eingemietet. Hier ist alles auf Pilger eingestellt. Meine Tür ziert ein dicker Pilger mit wallendem Gewand und über meinem Bett ist eine Muschel gemalt.Ich schaue aus dem Fenster auf einen typisch französischen Platz mit Brunnen und vielen kleinen Tavernen. Bis Mitternacht ist hier richtig was los.
Natürlich habe ich gleich beim Einmarsch die Cathedral du Puy en Valay besucht und meinen letzten Pilgerstempel dieser Etappe bekommen. An einer Pilgermesse konnte ich teilnehmen. Dort werden die angekommenen Pilger begrüßt und bekommen den Pilgersegen.
Ein Besuch dieser über 1000 Jahre alten Kirche ist erhebend und man wird demütig ob dieser baulichen Schönheit.
Auf dem Hauptaltar steht eine schwarze Muttergottesstatue aus dem
17. Jahrhundert. Am Nachmittag war ein Besuch der Statue Norte Dame de France vorgesehen. Dazu bin ich eine Menge Treppen gestiegen und oben angekommen noch mehr Treppen auf engstem Raum in der Statue bis zum Kopf,wo man durch die Krone einen herrlichen Blick über die Stadt bis zu den Alpen hat.
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Heute morgen war ein Besuch im Nachbarort angesagt,um neue Hosen und Jacken zu kaufen. (Irgendwann kann man nicht mehr das gleiche Zeug täglich anziehen).Ein junger Mann mit 3kleinen Kindern war mein Begleiter,weil er auch dahin wollte.Es waren kurzweilige 7 km.
Danach ein ausgiebiger Besuch der Altstadt mit viel Eis und Kaffee und Kuchen.Nun noch ein Aufstieg zum Felsen und Michaelskapelle in Aiguilhe .
Die auf einer Felsnafel eines durch Erosion freigelegten Vulkanschlotes gebaute Kapelle stammt aus dem 10.Jahrhundert. Die Kapelle wurde vom Bischof Gothescalk nach seiner Rückkehr von Santiago de Compostela am 18 Juli 962 dem Erzengel Michael geweiht.Dort oben in der kleinen Kapelle ist man dem lieben Gott so viel näher.
Heute Abend war Pilgertreff im la camino in der Cathedral.Dort trifft man sich und tauscht seine Gedanken und Erfahrungen aus .Begleitet wird dieser Abend von einem Ehepaar,das viele Sprachen spricht(auch deutsch)und Gastfreundschaft wird gepflegt.Vielleicht treffe ich den einen oder anderen ja jetzt mal wieder. Der Rucksack ist schon gepackt und ich freue mich auf meine zweite Etappe von Le Puy nach St. Jean Pied de Port.
Den Via Podiensis.
Eure ausgeruhte Pilgerin Lucia

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23.05.2016 Gedankengang

Es hatte die ganze Nacht geregnet und der Waldboden war aufgeweicht.Die ersten Km bin ich im Nieselregen durch Wiesen und Felder gestapft.Ich mußte genau hinschauen, damit ich nicht in ein Loch trete und mir womöglich den Knöchel verstauche. Ein Hagelschauer erwischte mich gerade als ich aus einem kleinen Waldstück kam und an einer Teerstrasse laufen mußte.Es war kein Ende in Sicht,bis es plötzlich nach rechts auf einen steinigen Feldweg ging. Der Jakobsweg wurde
zum Römerweg. Meine Pilgerfreundin Ina und ich haben schon 2014 gesungen:“Dieser Weg wird kein Leichter sein, “ Ja ,dieser Weg war steinig und hart .Zu allem Übel gehen Römerwege immer nur gerade aus.Wie langweilig.Wind kam auf und mein Regencape wehte mir um die Ohren.
Dieser Weg war ein Weg um sich Gedanken zu machen: Was mache ich hier, warum tu ich mir das an. Na toll, schon wieder Regen. Mir ist kalt und ich bin plitschnass.Zwei Wege waren überschwemmt und ich hatte nasse Füße.Mein ganzer Urlaub geht drauf, wo ist hier die Erholung?Ich kam nicht an meine Wasserflasche und mußte den Rucksack abnehmen, mitten im Regen,die Regenhaut abnehmen, mitten im Regen. Und das alles nur, um Wasser zu trinken?Es ist bald Mittag und weit und breit kein Restaurant. Mein Gott, was soll der ganze Mist hier. Da geh ich bald in Rente und anstatt mir einen Sommerurlaub in der Karibik zu gönnen. Nein, ich muß ja pilgern.Werd ich dadurch ruhiger? Ändert sich mein Leben? Wie soll ich denn bei dem Wetter und dem anstrengenden Weg entspannt sein?
Und noch immer lagen noch 14 Km vor mir, als ich einkehren konnte um etwas zu Essen.Nach einer Stunde Pause…. oh Menno ich hatte keine Lust mehr. Meine Füße wollten nicht mehr.Ich hatte noch 12 Km vor mir.Heute war nicht mein Tag und ich schimpfte über alles und jeden.Meine Gedanken wirbelten durch meinen Kopf.Alles fing ich an und nichts dachte ich zu Ende.So kam ich in einem kleinen Ort an, wo ich ein Zimmer vorbestellt hatte. Kurz vorm Ortseingang stand ein Mann am Strassenrand und begrüßte mich .Ich grüßte höflich zurück.Er sprach mit mir und ich lächelte und sagte mein ewiges Sprüchlein, dass ich nicht französisch spreche.Da sagt doch dieser Kerl auf englisch“ The Way to Santiago de Compostela is sex for old Ladies.“ So, mein Tag war nun endgültig gelaufen.!!!
Eure  schlecht gelaunte Lucia.

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22.05.2016 Tolle Aussichten!!

Von Montbrison ging es bei strahlendem Sonnenschein zuerst in die Collegiale Notre-Dame-dÈsperance.Diese Cathedrale steht keinem Bischof vor, was sonst eher ungewöhnlich ist.Mit dem Bau wurde 1226 begonnen und 250 Jahre später war Einweihung der Stiftskirche.Die Leute in Montbrison lassen sich auch heute noch viel Zeit. Auf der Strasse wird ein kleines Pläuschchen gehalten und die Autofahrer sind so rücksichtsvoll und fahren vorsichtig dran vorbei.Nachdem ich beim Küster meinen Pilgerstempel abgeholt habe,such ich meine Muschel, meinen Weg. Heute ist Wochenmarkt und so frage ich einen älteren Herrn,der Blumen gekauft hat,wo die Rue 8.Mai ist. Er sagt: komm mit ich wohne dort.Er fragt nach meinen Namen und wir unterhalten uns „Ich lieber Mann, “ sagt er und ich denke……hmmm Aha?(Alarm an!)…. Als wir vor seiner Haustür in der Rue 8.Mai stehen, zeigt er auf sein Hausschild“Gilbert Liebermann“ Alarm aus!Er verabschiedet mich mit einem „Bonne Route“und ich wandere meines Weges. Die Sonne brennt gnadenlos und gegen Mittag hab ich es satt, endlose, langweilige Bundesstrassen zu laufen.Ich halte den Daumen hoch und schon hält das erste Auto. Ein Ehepaar in meinem Alter nimmt mich 8 Km mit.Ich überlege und gehe dann noch 5 Km weiter nach Marols,ein kleines nettes Städtchen mit mittelalterlichen Häusern. Dort frage ich nach einer Bleibe .10 Minuten später kommt ein Auto und holt mich ab. Es geht bergauf zu einem Charlet, dass ich für mich alleine habe. Elodie, die Vermieterin bringt mir mein Abendessen vorbei,dass ich auf dem großzügigen Balkon mit Weitblick zu mir nehme. Ich bin 1138 m hoch und kann beim Sonnenuntergang bis in die Schweizer Alpen blicken.

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Nach dem Frühstück bin ich die letzten Km auf eine Höhe von 1270 m nach Montacher gepilgert, wo ich wieder einen netten Stempel bekomme.Nun geht es nur noch bergab.Nach 20 Km langweiligen regennassen bergab Wegen durch den Wald werde ich in Usson de Forez im kleinen Cafe neben der Kirche herzlich mit viel französischen Worten empfangen.Ohne zu fragen bekomme ich einen guten Rotwein.Nadja, die Inhaberin fragt nicht lange,stellt mir Brot hin und einen riesen Teller mit Kartoffelpürree und Goulasch. Erbbeeren und Kaffee gibts zum Nachtisch.Ich entnehme ihren Gebärden, dass sie mich fragt, ob ich ein Zimmer brauche.“Oui“Schwupp nimmt sie meine Brille, setzt sie sich auf und sucht ein Hotel aus meinem Pilgerbuch.Gleich ruft sie an und als sie mir das Handy hinhält, höre ich eine Frau auf englisch mit mir reden. Schnell werden wir uns einig. Sie will mich um 15 Uhr abholen.Nadja zeigt mir stolz die Kirche und spendiert noch Käse und Wein.10 Euro bezahle ich für alles und ein Versprechen, in Santiago de Compostela eine Kerze für sie anzuzünden.Mit vielen Umarmungen werde ich verabschiedet.
Mit dem Auto geht es die fast überschwemmten Strassen 5 Km zur Pension Myrtilles,ein umgebauter Bauernhof.Ich werde zum Tee eingeladen und wir unterhalten uns auf englisch aufs Beste.Ich habe ja auch viele Abenteuer zu erzählen.Morgen bin ich eingeladen, dass kleine landwirtschaftliche Museum anzuschauen, dass zum Haus gehört. Bonnuit wünscht eure Pelerine allemand

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Kleine Kapelle auf dem Weg

20.05.2016 Ultreia…weiter….

Heute geht es weiter.Mit dem Zug nach Hamburg.Mit dem Flieger nach Lyon. Mit Zug und Bus nach Montbrison. Von meiner letzten Etappe bis hierhin habe ich 80 Km abgekürzt.
Ich werde wohl, bedingt durch die kurzen Etappen mit Schmerzen und die Krankheitspause ein paar Km mehr per Zug oder Bus einplanen müssen.Was machen schon ein paar Km bei einer Gesamtstrecke von über 3000 …nochmal? dreitausend! Km .
Es ist jetzt 22:00 Uhr  und ich sitze gemütlich bei lauem Wetter draussen in einer Pizzeria und genieße einen wohl temperierten Rotwein und einen Salat mit Meeresfrüchten.
Die ersten Tage werde ich es langsam angehen lassen und mich dann auf ca 25 km steigern.Es sind ja auch immer wieder ein paar Berge zu erklimmen.
Ich freue mich, wieder weiterpilgern zu können.
Eure glückliche  Pilgerin

18.05.2016 Geburtstag…….

feiern wollte ich eigentlich in Le Puy, meinem Ziel dieser Etappe.Doch nun bin ich in Bad Salzuflen und werde von meiner Schwester Cornelia verwöhnt. Nicht nur ich begehe meinen Ehrentag .                                     *Herzlichen Glückwunsch Ingrid ,meine ältere Schwester,die auch schon mit mir gepilgert ist.
*Unsere Pilgerfreundin (2014)Gerti wird heute 50 Jahre.
*“Burkhard,mein Arbeitskollege ,dir wünsche ich heute so viel Spaß wie beim letzten Werderspiel.“
*Und jetzt noch Manuela,mit der ich schon auf einer Party das eine oder andere Schnäpschen getrunken habe.
Cornelia hat für Ingrid und mich eine Überraschung, deswegen fahren wir heute Mittag nach Bielefeld.Was das wohl wird……

Eric, ein lieber Freund meines Sohnes, hat mit seinen Magic Fingers mich so lange gequält und behandelt, dass meine Schmerzen fast weg sind.
Nun noch eine Überraschung!!!!!!💣  Flieger nach Lyon ist im Trockenen🛫
Es geht Freitag los.
Ihr Lieben😉
Eure Pilgerliese ist on the road again …..
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……. und dann doch noch😉Jakobsweg in Bielefeld.

04.05.2016 Entwarnung

Hallo meine lieben Leser.

Ich war so traurig, euch mitteilen zu müssen, dass ich meinen Weg unterbrechen muß.Gestern gegen 22:20 bin ich in Bremen gelandet……… nur mein Rucksack wollte nicht mit. Ab Brüssel hat er gestreikt(kann ich gut verstehen)            Heute war ich beim Arzt und das Ultraschall hat ergeben……………………… Tätääää N I X lasst es euch auf der Zunge zergehen!!!

Es könnte sein, dass ich einen guten blauen Flecken unter dem Muskel hatte, der sich aber so langsam durch meine Bewegung zerstreut hat und dann weg geht. Es tut noch weh und ich habe die Auflage, mein Bein zu schonen und immer schön hoch legen.Eine Heilpraktikerin hat etwas geholfen und ich denke, in ca 20 Tagen (oder eher???) gehe ich weiter. Drückt mir, die ihr alle so fleißig lest und auf einen neuen Bericht wartet, bitte bitte die Daumen, dass Eure Pilgerin weiter ihren Weg geht und auch findet.                                                                                                 * Liebe Mutti und liebe Cäcilia, Wie oft denke ich an euch und habe Sehnsucht im Herzen, wenn ich mir vorstelle: Ihr trinkt den Cappuccino … und ich den Vino…                                                                                             * Ihr lieben treuen Kinder , Roman und Barbara, Ihr begleitet mich auf jedem Schritt und unsicheren Tritt.                                                                  *Meine Geschwister, Ingrid, Cornelia, Cäcilia und Susanne geben mit ihren Kommentaren immer wieder Mut, den nächsten richtigen Schritt zu gehen.                                                                                                                 *Ina, meine Pilgerfreundin von 2014. Du schreibst sooo schöne Märchen, die wahr werden?Danke für deine Unterstützung                                           *Michael und Nils, Ihr erlebt meinen Traum mit und ich verspreche euch, dass ich genau berichten werde, ob es im Fotobuch auch so ist, wie im wirklichen Pilgerleben  .                                                                                  *   Anke und Manuela, Euch knutsche ich, und in der Frühstückspause werde ich euch demnächst die anderen Schweinereien erzählen;-))                      *   Hallo Jungs(von Roman) ich denke an euch und zeige euch, wie man nen Rucksack packt.                                                                                        *Meine anderen Kollegen, die sich melden und noch vielleicht melden werden :                                                                                                               Diesen Trip habe ich mir verdient und ich werde ihn weiter gehen, egal was kommt. Versprochen!!

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03.05.2016. Nichts geht mehr.

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So sah es gestern auf dem Weg aus. Noch 200 Meter höher,auf dem Pass,waren meine Hände so kalt,dass ich keine Fotos machen konnte. Nach einem langen Marsch immer den rutschigen Berg runter habe ich ein nettes Hotel gefunden, dass gerne Pilger zum Sonderpreis beherbergt.
Dort traf ich eine Gruppe Frauen aus der Nähe von Heidelberg,die ungefähr in meinem Alter waren. Sie gehen seit 6 Jahren jedes Jahr eine Etappe den Jakobsweg. Es war ein unterhaltsamer Abend. Zum Frühstück, dass ausnahmsweise mal ein richtiges Buffett war ,trafen wir uns wieder .Wir holten uns einen netten Pilgerstempel ab .Nach einer kurzen Verabschiedung ging ich schon mal los.
Nicht lange und mein Oberschenkel meldete sich sehr stark. Mir blieb nur,per Anhalter in die nächste Stadt (Charlieu) zu fahren und diesmal in ein Krankenhaus in die Ambulanz zu gehen. So was gibt es aber nicht. 2 Krankenschwester ,4 Damen vom Empfang waren sehr bemüht und gemeinsam haben wir uns in Englisch unterhalten. Zuerst bekam ich im Schwestern Zimmer ein Mittagessen. Dann setzte sich eine Schwester ans Telefon und organisierte eine Ambulante Taxifahrt nach Roanne(20km)zu einer Notfallklinik. Doch dort sagte man mir,nachdem wir mühsam per Google Sprachübersetzung geklärt haben warum ich da bin,dass sie dafür nicht
zuständig sind. Ich muß mir einem Arzt suchen und mir einen Termin zur Radiologie machen. Termine gibt es erst in ca 3 Wochen……Ich war total verzweifelt. Man sah es mir an,dass mir zum Heulen zumute war. Alle waren sehr lieb zu mir und haben mich getröstet.Eine Ärztin nahm mich in den Arm und sagte schließlich, dass mein Muskel reißen könnte wenn ich ihm nicht genug Ruhe gebe. Schweren Herzens habe ich mich dazu entschlossen,meine Reise zu unterbrechen. Ich versuche morgen,eine Zug/Flugverbindung nach Deutschland zu bekommen.
Freunde! Familie! Meine Reise ist noch nicht zu Ende. Ich gehe weiter,versprochen
Eure schwer geknickte Pilgerblüte Lucia