El camino comienza en su casa. Der Weg beginnt in deinem Haus.

Ein neues Abenteuer fängt an.Diesmal habe ich mir Großes vorgenommen.
Ich werde von Lilienthal (meinem Wohnort in der Nähe von Bremen) aus pilgern.                                                                                                                Im Mai 2014 habe ich um ein Kurzzeitsabbatical von 4 Monaten gebeten und mein Arbeitgeber hat es mir gewährt. Am 1.April 2016 werde ich den größten Teil des Weges in einem Rutsch gehen.

Also bin ich mit den Vorbereitungen angefangen. So eine lange Wanderzeit muß gut organisiert sein. Ein neuer Treckingrucksack wurde gekauft;40 Liter Deuter Damenrucksack. Darin wird mein gesamtes Hab und Gut während der Zeit getragen.                                                                 Überlegungen wurden angestellt: welchen Weg werde ich gehen?                 Wie lange werde ich brauchen um meine gesamten 3000 Km bewältigen zu können?                                                                                                         Welche Kleidung brauche ich? Medikamente,Wanderkarten,Pilgerführer,   Pilgerausweis,Personalausweis,Kreditkarte,u.v.m.

Die Laien werden es sich kaum vorstellen können, so mein Eindruck aus den vielen Gesprächen zu Hause, im privaten Umfeld, in der Firma. „Nein, du schleppst doch nicht jeden Tag einen Rucksack von über 10 Kilo mit dir herum?“ „Was, du übernachtest in Pilgerherbergen! Gibt`s keine Hotels?“ „Gibt`s keinen Transportservice?“ „Wofür brauche ich denn einen Pilgerpass?“ „Was hat`s mit der Pilgerurkunde auf sich?“                     Ohne den Pilgerpass geht gar nichts, will man nicht ständig auf Hotels ausweichen. Für die Übernachtung in den Pilgerherbergen ist der Pilgerpass (Credencial del Peregrino) unerlässlich, gleichermaßen für die Ausstellung der Pilgerurkunde (spanisch: Compostela) in Santiago.                                  Jeden Tag bitte ich um einen Stempel um beweisen zu können;dass ich auch den Weg gepilgert bin.                                                              Ausserdem sind diese schönen und mitunter skurilen Bilder eine wunderschöne Erinnerung.                                                                                In Pilgerherbergen zu übernachten ist ein Abenteuer für sich.Man trifft oft die Pilger die man unterwegs schon kennen gelernt hat und am Abend wird oft bei einem Glas Wein erzählt und sogar Freundschaften geschlossen.Zudem sind solche Schlafstätten sehr preiswert. Natürlich muß man dafür so einiges in Kauf nehmen(Schnarcher, Rülpser und auch Pupser).                                                                                                                Es gibt Pilgerführer zu den verschiedenen Wegen. zum hl. Jacob nach Santiago de Compostela.So wie es auch nicht nur Den Jakobsweg gibt.Die Karte der Jakobswege in Europa von Hans-Jörg Bahmüller

Mein Weg führt von Lilienthal/Bremen über Osnabrück,Köln,Trier,Schengen,                                       Metz,Toul,Cluny,Le Puy, St.Jean-Pied-de Port,                                               Burgos Leon nach Santiago de Compostela und weiter nach Fineseterre.

Im Frühjahr und im Herbst 2015 bin ich durch Deutschland gepilgert.Ich habe in Vechta im Museum in einer Gefängniszelle übernachten dürfen,in Osnabrück schlief ich bei den Arnsteiner Padres und in Werne bei den Kapuzinermönchen  für eine kleine Spende im Kloster mit morgendlichem Gottesdienst.Auch gab es kleine Herbergen oder Wanderpensionen mit Mehrbettzimmer. Immer bin ich freundlich empfangen worden. Private Zimmer sind mir am Liebsten gewesen. Meistens waren es ältere Damen ,die gerne auch mal gepilgert wären ;aber es in jungen Jahren nicht konnten und im Alter nicht den Mut hatten.Ich habe ihnen dann davon erzählt und es waren immer schöne gemeinsame Abendstunden.Ab und zu kamen Leute auf mich zu, schenkten mir einen Apfel und sogar Nüsse aus dem Garten.So viel Herzlichkeit habe ich nicht erwartet.im Weingebiet der Mosel habe ich sogar Wein angeboten bekommen.

Nun geht es am 1. April für 4 Monate auf die Piste. Ich bin aufgeregt und weiß nicht was auf mich zukommen wird.Ich bin in Ländern; deren Sprache ich nicht spreche,deren Wege ich nicht kenne .Ich folge einfach dem gelben Pfeil oder der gelben Muschel auf blauem Untergrund.Mit Gottvertrauen wird es schon klappen………….