18.09.2019 ….und immer wieder bewegend

heute um 7 Uhr waren wir wieder im Dunkeln auf dem Pilgerweg. Die letzten 15 km sollten es sein; es waren aber doch 20 heftige Km. Und wißt ihr was? es waren die schwersten Km, denn nun ist die Reise zuende.

Wir trafen in jeder Bar und auf jedem Weg Gefährten . Ingrid aus Holland ,die mit uns ging und ab Padron ihre Pilgerschwester Anna aus Schweden vom Bahnhof abholte,um gemeinsam in Santiago einzulaufen. Die 3 Polenmädchen, die ab Porto gelaufen sind und am 1, Tag über 40 km liefen. Michi, aus Köln, die 2 mal den Krebs besiegt hat und auch ein alter Pilgerhase ist. Günny, mit seinen langen Beinen, der den Weg lieber alleine ging und viele andere mehr.. Nach 3 Stunden gab es den ersten Kaffee und Rosi und ich probierten dort die Pilgerkluft an.

Santiago liegt nun mal in den Bergen und es ging auf und ab, für mich tötlich . Ich bin nun mal keine Gemse.

Aber als wir die Kathedrale erreichten kamen wir die Tränen und Rosi und ich fielen uns heulend in die Arme.

So viele Umarmungen und Glückwünsche. In diesem ganzen Getümmel sehe ich plötzlich eine Arbeitskollegin aus Lilienthal. Sie machte eine Kreuzfahrt mit „Mein Schiff“ und besuchte diese wunderschöne mystische Stadt.

Im Pilgerbüro zogen wir eine Nummer und wir mußten 4 Stunden warten. Zeit genug um unser Quatier zu beziehen und eine Clara(Radler ) zu trinken.Wir bummelten durch die Stadt und bestellten in einem Restaurant für 19 Uhr einen Tisch.Vorher holten wir unsere Compostela und freuten uns, dass sie wieder so wunderschön aussieht. Die Kathedrale wird renoviert, und so konnten wir keinePilgermesser besuchen. Wir zündeten Kerzen an und ich sang das Halleluja in selbstgedichteter Form vor. Es war bewegend.

Nun ist der Abend feuchtfröhlich ausgeklungen und wir liegen in unseren Betten in einem ehemaligen Knabeninternat, 8 Betten im Flur .

Eure überglückliche Pilgerin sagt gute Nacht

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