17.09.2019 Auf den Spuren des hl. Jakobus.

Gestern sind wir nach einer ruhigen Nacht in den Herberge auf dem Berg in der Nähe vom Kloster aufgebrochen.

Ein wunderschöner ,aber auch sehr schwieriger Abstieg.Um 7 Uhr morgens gings mit Stirnlampe und Taschenlampe sehr steil und steinig bergab. Rechts neben uns plätscherte ein kleiner Bach.Wir mußten uns stark konzentrieren,um nicht ins Stolpern und Trudeln zu geraten.Auf dem Weg sahen wir viele alte Mühlen und umgeleitete Bäche mit vielen Steinfiguren.Ein wunderschöner Anfang des spirituellen Weges. Gegen 10 Uhr war das Schwierigste überstanden und wir machten eine Pause in einer kleinen Bar am Bach.

Jürgen stolperte so schlimm, dass er sich beide Knie aufschürfte.Aber er läßt sich nicht helfen und wir können und wollen dann auch nichts tun. Es macht sich Unmut bemerkbar. Die Stimmung kippte immer wieder mal und ich hatte mühe, meinen Mund zu halten. Ingrid, eine Pilgerin aus Holland ging heute mit uns. Sie versteht gut Deutsch, spricht aber englisch. Ich hatte also genügend Übung, diese Sprache zu sprechen. In Villanova de Rosa angekommen saßen wir in einer Bar gegenüber unserem Hotel(es muß mal sein) und lernten Dolores mit ihrem Mann Louis kennen. Sie sprach perfekt deutsch und erklärte uns, dass heute das Fest des hl. Cyrianus ist. Messe und Prozession durch die Strassen . Die Heiligen der Kirche wurden durch die Strassen getragen. Dort traf ich auch Dolores wieder, sie trug eine Fahne vorweg.

Am kleinen Hafen war eine Bühne aufgebaut.Es war Tanz angesagt. Wir gingen noch lecker essen und ich habe so viel Wein getrunken, dass ich keinen Blog mehr schreiben konnte.

Heute ging es um 8 Uhr zum Hafen und wir wurden mit einem Boot ca 1:30 Stunden über den Rio de Rosa und dann durch die Bucht Ria de Rosa gefahren. Der Skipper zeigte uns den einzigen Kreuzweg der Welt, der am Rio entlang geht.Muschelbänke und nachgemachte Wickingerschiffe,Naturpark und einen wunderschönen Sonnenaufgang.

Kurz vor Padron stiegen wir aus und trafen auf dem Weg in die Stadt viele Pilger wieder.Den Stempel bekamen wir in der Kirche. Sie ist wunderschön. Der Sage nach ist der Leichnahm des Hl. Jacobus mit dem Schiff in Padron angekommen und dann auf dem Landweg nach Santiago gebracht worden, wo man ihm die bekannte Kathedrale baute.

Heute sind wir 15 km gelaufen und auf den galizischen Steinen steht …. noch 16 km bis Santiago!!!!!

Wir haben eine schöne Herberge mit großem Garten und wollen gleich eine lecker duftende Suppe essen.

Heute werde ich nicht alt versprochen.

Eure ,von allen Heiligen geläuterte Peregrina

Lucia die Leuchtende

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